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meine Erfahrungen: OP beidseitig am 06.06.2008
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Moni
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BeitragVerfasst am: 12.06.2008, 13:04    Titel: meine Erfahrungen: OP beidseitig am 06.06.2008 Antworten mit Zitat

So, dann werde ich Euch mal meine Erfahrungen zur OP zum Besten geben.

* OP am 06.06.2008 * beidseitig * nach Austin * Dr. Tobolski, Köln * Spinalanästhesie *

Ich hatte jahrelang Probleme mit dem HV an beiden Füßen und habe echt lange auf meine OP gewartet. Ich weiß nicht, wie viele Schmertabletten ich in den letzten Wochen geschluckt habe... Um so mehr habe ich dann dem OP-Termin entgegen gefiebert und mich tierisch darauf gefreut. Angst vor der OP hatte ich gar nicht. Meine größte Angst bestand darin, daß ich später Langeweile bekomme, da Geduld nicht gerade zu meinen Stärken zählt.

Also ging es morgens um sieben zum Einchecken in´s Krankenhaus. Ich bekam mein sexy OP-Hemdchen und Thrombosestrümpfe an sowie eine Tablette Dormikum, die mich ein wenig müde machen sollte. Aber ich war viel zu aufgeregt, um überhaupt nur an Schlafen zu denken.

Gegen zehn wurde ich dann endlich abgeholt und in den Vorraum zum OP-Saal gefahren. Dort gab es eine Spritze in den Rücken, die mich vom Bauch an abwärts lahm legte. Das war vielleicht ein komisches Gefühl, meine Beine nicht mehr spüren zu können. Da lagen meine Beine vor mir und ich hatte nicht den Eindruck als gehören sie zu mir.

Schließlich lag ich im OP, hatte meinen ipod auf den Ohren und ein grünes Tuch vor mir, damit ich nicht alles sehen kann. Ich konnte jedoch hören, was da im OP vor sich ging. Ich hatte den Eindruck, mein Dock hatte Spaß. Ich habe das OP-Team lachen und reden gehört, da ich meine Musik extra nicht zu laut gestellt hatte. Außerdem habe ich gehört, wie der Dock an meinen Knochen gesät hat. Ich fand´s toll.

Irgendwann bin ich dann doch mal für ein paar Minuten eingedusselt. Als ich wieder wach war, hab ich gefragt, wie weit der Dock mit der OP ist. Doch da hat man auch schon das Tuch vor mir weg genommen und ich durfte beim Verband anlegen schon zuschauen.

Nach einer knappen Stunde im OP bin ich dann in den Aufwachraum gefahren worden und bin ganze zehn Minuten dort geblieben, da meine Werte schon so gut waren. Also ging es direkt wieder auf´s Zimmer, wo meine Mama schon auf mich wartete.

Meine Beine habe ich bis dahin noch nicht gespürt, habe aber direkt Mittagessen bekommen. Eine halbe Stunde später spürte ich meine Oberschenkel schon wieder und eine ganze Stunde später war alles wieder voll da.

Ich durfte dann mit meinem "tollen" Schuhen vom Bett in den Rollstuhl hüpfen und in´s Bad zur Toilette rollen. Das ging alles ganz gut. Auf der Ferse stehen ging schon ganz alleine. Einen Schritt vor den Anderen setzten war natürlich noch mühsam.

Damit die Schmerzen zu ertragen sind, habe ich direkt Novalgin bekommen. Das hat zwar gewirkt, aber ein bischen habe ich schon gemerkt, daß der Doc an meinen Füßen gearbeitet hat. Es war in beiden Füßen ein Ziehen zu spüren. Das war jedoch gut auszuhalten.

Am ersten Tag bin ich immer nur aufgestanden, wenn ich in´s Bad musste. Den Rest der Zeit habe ich mit ganz viel Besuch in meinem Bett verbracht.

Am Abend gab es dann noch eine Thrombosespritze und eine Spritze gegen die Schmerzen und ich bin auf der Seite liegend eingeschlafen. Ich habe tief und fest geschlafen und habe keine Schmerzen gehabt.


Moni ;o)
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ritsertclark
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BeitragVerfasst am: 12.06.2008, 16:43    Titel: Antworten mit Zitat

Hi,
herzlichen Glückwunsch zur bestandenen Op - und Mann, Du hast ja gute Nerven Shocked Ne spinale ist ja schon eh nicht ohne und dann auch noch zuhören, wenn die da rumsägen - urks. Ich war im Tiefschlaf und froh drum. Aber scheinbar hattest Du ja vorher auch die Hölle auf Erden von daher kann es nur besser werden. Und es wird - eigentlich erstaunlich schnell, wie sich das so ausheilt.
Aber immer schön langsam machen am Anfang und Kühlen, Hochlegen etc.!!!!
Wink Weiterhin gute Besserung,
CRC
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Moni
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BeitragVerfasst am: 13.06.2008, 09:37    Titel: Tag eins nach der OP Antworten mit Zitat

Als ich am Morgen aufwache, ist das Ziehen in beiden Füßen immer noch da. Ich spüre genau die Stellen, an denen mein Doc am Knochen gearbeitet hat. Doch dank der Schmerzmittel ist es ganz gut auszuhalten.

Der erste Verbandswechsel steht an und ich darf meine "neuen" Füße bewundern. Ich bin total begeistert als der Verband endlich ab ist. Sind das etwa meine Füße ?! Die sehen so gerade aus. Juhe, ich habe neue Füße ;o) Als mein Doc zur Visite kommt, erklärt er mir, was er im OP mit meinem Füßen gemacht hat. Der rechte HV war wohl stärker ausgeprägt, so daß er hier ein Stückchen mehr Knochen entfernt hat. Insgesamt hat aber alles so gut geklappt, daß er sich im OP spontan dazu entschieden hat, keine Drähte o.ä. einzusetzten, da meine Knochen stark genug sind, um von alleine wieder zusammen zu wachsen.

Leider wickelt mir die Schwester danach wieder einen Verband um meine Füße. Ich hätte meinen neuen Füßen doch so gerne noch ein bischen bewundert.

Ansonsten verbringe ich den Tag im Bett mit immer wieder frischen Einspacks auf den Füßen. Hin und wieder fahre ich mit meinem Rollstuhl in´s Bad, aber ansonsten ist Schonen, Hochlegen und Kühlen angesagt.

Die Schmerzen sind immer noch da, aber dank der Tabletten und Spritzen auch ganz gut auszuhalten.
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Moni
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BeitragVerfasst am: 13.06.2008, 10:03    Titel: Tag zwei nach der OP Antworten mit Zitat

Ich wache morgens um sieben auf und habe tierische Schmerzen in beiden Füßen. Irgendwie waren die Schmerzen auch in der Nacht schon da, aber sie waren nicht stark genug, um aufzuwachen und Schmerzmittel zu nehmen.

Es tut so weh *heul* Da die Schmerzen vom Rumheulen auch nicht besser werden, schlucke ich erst Mal meine Novalgin-Tröpfchen und bleibe auf dem Rücken liegend in meinem Bett. Und siehe da... eine halbe Stunde später zeigen die Tröpfchen ihre Wirkung und meine Schmerzen sind weg.

Am Nachmittag kommt meine Mama mich besuchen und wir gehen zum ersten Mal nach der OP unter die Dusche. Ich ziehe also meine Entlastungsschuhe an, schiebe meine Thrombosestrümpfe bis auf die Knöchel runter und rolle in´s Bad. Dort bekomme ich einen Müllbeutel um jeden Fuß, der an meinen Waden festgeklebt wird.

Ich setzte mich auf den Duschhocker, ziehe meine Klamotten im Sitzen aus und strecke die Beine nach vorne weg. Dann prasselt das Wasser auf mich ~wie schön. Das Duschen, Abtrocknen und Eincremen klappt im Sitzen super, nur beim Aufstehen brauche ich eine starke Hand, die mich ein bischen stützt. Als ich wieder in meinem Bett angekommen bin, freuen sich meine Füße, daß sie wieder hoch liegen und Eispacks bekommen. Duschen ist schon ganz schön anstrengend ;o)

Die Schmerzen sind immer noch nicht wieder gekommen *freu* So schlimme Schmerzen wie heute morgen hatte ich in meinem ganzen Leben noch nicht, aber da ist jetzt nichts mehr von zu spüren. Ich spüre zwar noch ein leichtes Ziehen, aber das signalisiert mir nur, daß meine Füße noch da sind.

Am Nachmittag lasse ich mich im Rollstuhl durch den Krankenhauspark fahren und schaffe es sogar, in der Cafeteria einen Kaffee zu trinken. Aber auch hier liegen meine Füße schön hoch. Wenn ich im Bett bin, habe ich fast immer Eispacks auf den Füßen. Das tut super gut und ist gut für bzw. gegen die Schwellung.

Meine ersten Gehversuche auf Krücken sind ganz schön anstrengend. Ich kann zwar problemlos stehen und die Ferse belasten. Einen Schritt vor den Anderen zu setzten, gestaltet sich jedoch sehr schwierig. Da ich nicht abrollen kann, fühle ich mich wie ein Elefant, der seine Füße hebt, nach vorne schiebt und wieder aufsetzt. Ich muß ganz schön blöd aussehen, wenn ich mit Krücken vom Bett in´s Bad und zurück laufe.

Die Schmerzen sind bis Abends nicht wieder gekommen, so daß ich mit Begeisterung das erste EM-Spiel unserer deutschen Elf schauen kann. lediglich das Aufstehen zur Nationalhymne lasse ich dann doch besser bleiben.

Morgen geht´s nach Hause... Juhu...
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Moni
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BeitragVerfasst am: 13.06.2008, 11:08    Titel: Tag drei nach der OP Antworten mit Zitat

Ich darf nach Hause..... Wobei ich sagen muß, daß die Zeit im KH wirklich angenehm war. Die Schwestern waren alle super und haben sich sehr gut um mich gekümmert. Probleme mit meiner Krankenkasse bzgl der Kostenübernahme o.ä. hatte ich auch nicht. Irgendwie ist da alles glatt gelaufen und dank meines tollen Doc´s musste ich mich auch um nichts kümmern.

Mit dem Rolli lasse ich mich noch bis zum Auto schieben und nehme dort auf dem Beifahrersitz Platz. Wir fahren vom KH direkt in die Praxis meines Doc´s zum Kontrolltermin. Den Weg vom Auto in die Praxis muß ich auf Krücken bewältigen. Es sind zwar "nur" gute zehn Meter, aber auch das strengt schon an. Dann muß ich auch noch weiter in das Behandlungszimmer und noch mal fünf Meter laufen. Ich hätte nicht gedacht, daß das sooo weit sein kann. Ich bin froh als ich endlich auf der Liege sitze und meinen Fuß wieder ohne Verband sehen darf *freu* Bis jetzt sind meine Füße nur leicht geschwollen und ein wenig blau. Aber es hält sich in Grenzen. Vom Doc bekomme ich noch Schmerzmittel (Novalgin & Ibuprofen) sowie Thrombosespritzen und ein Rezept für Krankengymnastik mit. Mit einem neuen Rolli für die nächste Woche verlasse ich die Praxis und werde nach Hause gefahren.

Was bin ich froh, daß ich nur in´s Erdgeschoß muß. Treppen hätte ich noch nicht geschafft ;o) Ich lege meine Füße wieder schön hoch und schone sie mit Eispacks.

Am Abend sind meine Fußknöchel kaum noch sichtbar. Der Weg in die Praxis war wirklich weit, so daß ich mich jetzt nicht über die Schwellungen wundere. Die Schmerzen sind jedoch nicht stärker geworden. Ich nehme jetzt morgens und abends eine Ibu 600 und komme damit super klar.

Mit meinem Rolli kann ich auch in unserer Wohnung alleine in´s Bad und zurück zur Couch fahren. Viel mehr Bewegung ist im Moment nicht drin. Am meisten überrascht bin ich, daß ich immer noch Geduld habe und noch nicht gejammert habe, daß ich nicht mehr rum Liegen will oder so. Bin ja schon ein bischen stolz auf mich ;o)
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Krümel
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BeitragVerfasst am: 13.06.2008, 11:16    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Moni!

Hört sich super an!
Weiter so.......

Und denk dran: Immer schön hochlegen und KÜHLEN!!
Wink Wink

LG
Chris
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Moni
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BeitragVerfasst am: 13.06.2008, 11:32    Titel: Tag vier nach der OP Antworten mit Zitat

Ich liege jeden Tag im Bett oder auf der Couch und habe Eispacks auf den Füßen. Ich habe mir vier Stück organisiert, so daß immer zwei kalt werden können während die anderen beiden bei mir sind. Das Kühlen ist echt super wichtig.

Heute bin ich auf Krücken in´s Bad gelaufen. Ich wußte gar nicht, daß unsere Wohnung sooo groß ist *smile* Selbst die acht bis neun Meter (mal zwei) strengen mal wieder so an, daß ich froh bin, wieder mit Eispacks auf der Couch zu liegen. Das Duschen klappt auch zu Hause ganz gut. Schuhe an ~> Müllbeutel drum ~> einen Hocker in die Dusche gestellt bekommen ~> mittels Oberarmkraft auf den Hocker geschwungen und vom Wasser berieseln lassen ~>klappt super *freu*

Die Schwellungen sind mittlerweile auch zurück gegangen, so daß ich meine Fußknöchel wieder erkennen kann. Dafür sind die Zehen von allen Seiten grün, blau und gelb. Die Schmerzen werden immer weniger und ich kann meine Schmerzmittel reduzieren.

Ohne fremde Hilfe geht jedoch gar nichts. Wer sich also für eine beidseitige OP entscheidet, damit es in einem Rutsch erledigt ist, sollte wirklich jemanden haben, der sich um einen kümmert. Um die Füße viel hoch zu legen und wenig zu belasten, stehe ich immer nur auf, um in´s Bad zu rollen. Den Rest lasse ich mir bringen ;o)

Meine Langeweile hält sich dank meines Besuches und der digitalen Medien bis jetzt in Grenzen. Ach ja, wenn ich gerade mal alleine in der Wohnung bin, wird der Schlüssel draußen versteckt und wer auch immer zu mir will, ruft mich an und bekommt gesagt, wo der Schlüssel liegt. So muß ich noch nicht mal zur Tür, sondern kann meine Füße schonen. Bei meiner Besucher-Frequenz würde ich sonst nämlich nur zur Tür "rennen".

Obwohl ich kaum noch Schmerzen habe, nehme ich vorsichtshalber noch eine Ibu, damit ich gut schlafen kann.
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katzlspatzl
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BeitragVerfasst am: 13.06.2008, 20:02    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Moni,

erst mal alle Achtung, daß Du dich den Eingriff mit beiden Füßen auf einmal getraut hast!
Und ich finde, in diesem Fall darf man ruhig mal Tabletten schlucken! Heute hab ich die Eiskühlung probiert, aber so arg geholfen hat sie nicht, mein Fuß ist auch gar nicht so arg heiß.

Weiterhin gute Besserung vom
katzlspatzl
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Moni
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BeitragVerfasst am: 14.06.2008, 12:39    Titel: Tag fünf nach der OP Antworten mit Zitat

Ich wache morgens auf und bin total verwundert, daß ich keine Schmerzen mehr habe *juhu* Ich wusste ja schon gar nicht mehr, wie es sich anfühlt, keine Schmerzen mehr zu haben.

Wir sind wieder bei meinem Lieblings-Doc zum Verbandwechsel. Der Doc macht ein Ultraschall auf meinen Füßen. Es sind noch kleinere Hämatome in den Füßen erkennbar, aber die verschwinden von selbst wieder. Von außen sind meine Füße immer noch grün & blau und leicht geschwollen. Meinen Narben machen sich ganz gut, haben sich nicht endzündet und heilen so vor sich hin. Ich bekomme nur noch Duschpflaster auf meine Narben und einen Verband, den ich in zwei Tagen abmachen darf.

Insgesamt geht´s mir total gut. Ich habe den ganzen Tag keine Schmerzmittel genommen und komme damit super zurecht. Von meinem linken Fuß merke ich gar nichts mehr, mein Rechter zieht hin und wieder ein bischen. Aber es ist alles wunderbar auszuhalten.

Jeden Abend setzte ich mir selbst meine Thrombosespritze in den Bauch, wovon ich schöne blaue Flecken bekomme. Ansonsten lege ich meine Füße weiterhin hoch und verwöhne sie hin und wieder mit Eis.
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Moni
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BeitragVerfasst am: 14.06.2008, 12:54    Titel: Tag sechs nach der OP Antworten mit Zitat

Ich habe immer noch keine Schmerzen und verbanne meine Schmerztabletten und -tropfen in die hinterste Ecke. Mir geht´s echt gut. Ich laufe mittlerweile wieder mit Krücken bis in´s Bad und fahre immer weniger mit meinem Rolli. Sogar das Duschen klappt schon fast alleine. Ich lasse mir lediglich beim Aufstehen helfen, damit ich auf den nassen Tüten nicht ausrutsche und mich lang lege.

Am liebsten sitze ich immer noch mit meinen Beinen hoch gelagert auf der Couch, bin aber schon wesentlich mobiler als die letzten Tage. Mittlerweile hole ich mir auch meinen Kaffee und meine Eispacks selbst. Hin und wieder ziehe ich die Knie an und setzte die Fersen auf und bemerke kaum noch, daß meine Füße Schonung brauchen.

Ich stütze mich ziemlich viel mit den Armen ab und hebe mich vom Boden zur Couch, in´s Bett oder in meinen Rolli rein. Wenn ich meine Füße dann wieder voll belasten kann, habe ich Oberarme wie ein "Pumper" *grins*

Nach wie vor genieße ich jedoch den Service meiner Familie was Kochen, Waschen, Putzen usw. angeht. Ich werde hier wirklich verwöhnt *danke*

Selbst mit dem Schlafen auf der Seite habe ich keine Probleme. Obwohl ja in der Position immer ein Fuß auf der Narbe liegt. Aber das scheint den Fuß nicht zu stören.
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Moni
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BeitragVerfasst am: 14.06.2008, 13:00    Titel: Tag sieben nach der OP Antworten mit Zitat

Heute vor einer Woche lag ich im OP...

Heute Morgen wache ich auf und überlege, ob meine Füße noch da sind, da ich sie nicht spüre. Juhuuuuu.... Ich habe keine Schmerzen und kein Ziehen mehr in den Füßen.

* jippiiiii * juhuuuu * Mir geht´s super ;o)

Heute Abend darf der Verband ab und ich kann meinen Blick gar nicht mehr von meinen "neuen" Füßen lassen. Naja, sie sind noch dick und blau, aber wenigstens gerade und schmerzen nicht mehr. Ich habe jetzt lediglich die Duschpflaster auf den Narben, da die Fäden ja noch drin sind. Irgendwie finde ich es unfassbar, daß nur noch Pflaster drauf sind, obwohl die Knochen gebrochen sind. Wahnsinn.

Ich bin mit dem Heilungsprozess sehr zufrieden. Es läuft echt super. Aber ich belaste ja auch noch nicht so viel und habe immer noch die Eispacks auf den Füßen.
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BeitragVerfasst am: 15.06.2008, 10:31    Titel: Tag acht nach der OP Antworten mit Zitat

Die Schmerzen sind immer noch verschwunden. Meine Füßchen sind zwar noch schön geschwollen und strahlen in blau, grün und gelb, aber sonst geht´s mir immer noch super. Zu Hause laufe ich auch immer mehr herum und lasse meinen Rolli in der Ecke stehen. Ich muß mich echt schon bremsen, damit ich es nicht übertreibe.

Nachmittags war ich eine gute Stunde draußen unterwegs, damit ich auch mal wieder unter Leute komme. Aber wenn man seinen Rolli selbst anschiebt, geht das ganz schön auf die Arme ;o) so daß ich mich dann doch lieber schieben lasse. Wieder zu Hause angekommen, gibt´s jedoch Eispacks auf die Füße und sie werden hoch gelegt. Wie schön....

Insgesamt habe ich meinen "Ausflug" ganz gut verkraftet. Meine Füße sind nicht mehr geschwollen als sonst und schmerzen auch nicht wieder. Ich hatte ja schon befürchtet, daß ich direkt die Quittung bekomme, sobald ich zu viel belaste.
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BeitragVerfasst am: 15.06.2008, 19:01    Titel: Tag neun nach der OP Antworten mit Zitat

Nachdem ich gestern Abend meine chicken Thrombosestrümpfe ausgezogen habe, bin ich heute kein einziges Mal in meinem Rolli durch die Wohnung gefahren, sondern habe alle Wege auf Krücken zurück gelegt. Dank meiner Entlastungsschuhe könnte ich auch ganz ohne Hilfe laufen, habe aber ständig Angst, nach hinten zu fallen, da die Schuhe einen ja regelrecht nach hinten kippen. Und ich habe ja keinen "gesunden" Fuß, der mich auffangen würde, sondern trage schön brav zwei der "hübschen" Schuhe.

Ansonsten bin ich mit dem Heilungsverlauf immer noch super zufrieden. Es wird von Tag zu Tag besser. Ich laufe immer mehr durch die Gegend ohne Schmerzen oder neue Schwellungen zu bekommen. Bin total begeistert...

Vor allem freue ich mich jedoch darüber, daß ich es bald geschafft habe und mir keine zweite OP bevor steht. Wenn ich wüsste, daß ich das alles noch mal mit machen müsste, wäre das für mich der Horror schlechthin. Ich bin total froh, daß ich mich für beide Füße gleichzeitig entschieden habe und kann es nur jedem empfehlen.
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BeitragVerfasst am: 16.06.2008, 14:38    Titel: Tag zehn nach der OP Antworten mit Zitat

Heute morgen sind meine Füße irgendwie dünner als die letzten Tage. Juhu, die Schwellungen sind zurück gegangen. Außerdem sind die blauen Flecke mittlerweile gelb, so daß sie bald ganz verschwunden sind.

Gestern Abend habe ich die Duschpflaster ganz entfernt, so daß ich nichts mehr auf den Narben habe. Selbst in der Nacht war es kein Problem, seitlich zu schlafen und die Narben direkt aufliegen zu haben.

Zum Duschen nehme ich wieder zwei Müllbeutel und Klebeband aus dem Baumarkt, mit dem ich die Tüten fest klebe. Das klappt super, so daß ich mittlerweile ganz alleine auf meinen Duschhocker komme. Meine Angst, auf den nassen Tüten auszurutschen, ist jedoch noch da, so daß ich mir beim Aufstehen helfen lasse. Ich lasse einfach die Türe zum Bad auf, so daß ich im Notfall schreien kann und direkt jemand zum Helfen da ist. Bis jetzt war es jedoch nicht nötig.

So, und jetzt geht´s eine Runde mit unserem Hund raus. Mein Rolli ist schon im Auto und ich lasse mich durch den Park schieben. Bei dem Wetter ist das ein Muß.

Morgen geht´s dann wieder zum Doc Fäden ziehen. Ich hoffe, das tut nicht weh...
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BeitragVerfasst am: 17.06.2008, 13:38    Titel: Tag elf nach der OP Antworten mit Zitat

Heute Morgen war ich bei meinem Doc zum Fäden ziehen. Erst Mal wurden meine Füße gründlich mit Desinfektionsmittel eingesprüht. An meinem rechten Fuß war die Wunde leicht verkrustet, was dazu geführt hat, daß sich der Faden da drunter so "festgehalten" hat, daß die Kruste erst Mal entfernt werden musste. Das war nicht sehr angenehm und hat ganz gut gezwickt. Nachdem die Kruste entfernt war, habe ich von dem eigentlichen Ziehen der Fäden nicht mehr viel mitbekommen. Man spürt zwar, daß die Fäden durch die kleinen Löcher gezogen werden, aber ich finde, das kitzelt eher als daß es weh tut.

Ich habe noch ein Mal Pflaster auf die Narben bekommen, die ich aber heute Abend selbst abziehen darf. Morgen kann ich dann ohne Tüten duschen gehen. Ich muß mir nur noch überlegen, wie ich das anstelle, da ich ja ohne meine Schuhe nicht stehen und belasten soll...

Für die nächsten zwei Wochen soll ich jetzt Nachts eine Schiene tragen. Bin ja mal gespannt, wenn die Apothekenlieferung gleich ankommt. Außerdem gab´s noch Rezepte für Lymphdrainage und Kankengymnastik.

Insgesamt ist mein Doc sehr zufrieden. Die Schwellungen gehen immer weiter zurück und selbst die blauen Flecke werden geringer. Mir geht es nach wie vor super gut und ich bin sehr zuversichtlich, daß es immer nur noch besser werden kann. Mein nächster Kontrolltermin bei meinem Lieblings-Doc ist dann in zwei Wochen.
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BeitragVerfasst am: 18.06.2008, 12:44    Titel: Tag zwölf nach der OP Antworten mit Zitat

Ich habe die erste Nacht mit den Bandagen / Schienen hinter mir. Man, das sind ja mal blöde Dinger. Erst Mal war ich total überfordert, wie ich die anziehen soll. Aber danke meines Papas habe ich es dann doch geschafft. So richtig angenehm fand ich es jedoch nicht, daß mein großer Zeh so weit nach außen gedrückt wurde. Ich habe die Nacht zwar kaum etwas gemerkt, aber heute Morgen als ich die Schienen ausgezogen habe, hat´s schon ein bisschen weh getan. Außerdem hatte ich an der Innenseite des Zehs eine Druckstelle, da die Schiene genau hier nach außen gedrückt hat. Mal sehen, ob und wann ich mich damit anfreunde. Kennt denn jemand diese Schienen von der Firma Uriel ??? Die sind ein bisschen anders als die Hallufix. Wobei das Ergebnis letztendlich das Gleiche sein sollte.

Meinen Narben geht´s total gut. Ich bin ja sooo froh, daß sich da nichts entzündet hat. Ich werde jetzt erst Mal unter die Dusche gehen und meine Füße von dem Wasser berieseln lassen.

Genießt die Sonne & laßt es Euren Füßen gut gehen ;o)
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BeitragVerfasst am: 23.06.2008, 08:41    Titel: Antworten mit Zitat

Hi,
klingt doch alles prima! Surprised
Ich hatte eine andere Schiene, mußte sie aber teilweise ausziehen, weil es so gedrückt hat, öh...Aber wenn es hilft, versucht man ja alles.
Weiterhin gute Besserung,
CRC
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BeitragVerfasst am: 24.06.2008, 10:55    Titel: zweieinhalb Wochen nach der OP Antworten mit Zitat

Ich habe mich mittlerweile mit meinen Schienen angefreundet und trage sie immer nachts. Die Schmerzen frühmorgens sind auch nicht mehr da. Tagsüber laufe ich in der Wohnung ohne Krücken rum ~und ich laufe relativ viel rum. Durch die zwei Entlastungsschuhe sieht das zwar aus wie eine watschelnde Ente und verursacht immer noch tierischen Muskelkater in den Waden, aber immerhin kann ich Laufen.

Ich habe mit Krankengymnastik und Lymphdrainage angefangen. Die KG beäuge ich immer noch kritisch, weil da meine Zehen ziemlich viel hin & her und vor & zurück bewegt werden. Die LD gefällt mir dagegen sehr gut, da sie fast wie eine Massage ist.

Das Duschen klappt auch immer besser und schneller und lässt sich mittlerweile auch ganz alleine bewerkstelligen. Ansonsten genieße ich die Sonne in meinem "Krankdasein" und vertreibe mir die Zeit mit Lesen & Eis essen. Bis zur Eisdiele schaffe ich es mit den Schuhen und meinen Krücken schon ganz gut ;o)

Ich wünsche Euch allen, daß es bei Euch während / nach der OP genau so gut läuft wie bei mir. Ich bin sooo zufrieden und kann nur immer wieder betonen, wie toll mein Doc im OP war und auch danach immer noch ist. Der hat echt gaze Arbeit geleistet, so daß ich jetzt schmerzfreie Füßchen habe *freu*

Einen lieben Gruß an Tiffy, Angelica, ritsertcklark, Simone & all die Anderen, die mir zwischendurch immer wieder Mut mit ihren eigenen Beiträgen machen und mir zeigen, daß es von Tag zu Tag besser wird.
_________________
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tiffy
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BeitragVerfasst am: 25.06.2008, 14:40    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Moni,
freut mich sehr, dass es dir so gut geht, ... hat sicher auch mit deiner positiven Einstellung zu tun. Das Zeh-bewegen wird sicher auch von mal zu mal besser. Bei mir ist, was die OP betrifft, auch immer noch alles super, nur nach dem Fäden ziehen hat sich am rechten Fuss eine freche Entzündung an der Nahtstelle breitgemacht, die sogar meine Physiotherapeutin so besorgte, dass sie mich sofort zum Arzt schickte, weil sie dachte, es könnte eine Infektion sein. Der Hausarzt hat zum Glück erst mal beschlossen, noch 2 Tage zu warten, bevor er Antibiotika gibt, also hoffe ich mal, es wird von selbst vergehen. Die Beweglichkeit ist dafür wunderbar und ich laufe bereits barfuss zuhause. Die Schuhe tun mir nur weh an der roten Schwellung. Was soll's, man kann nicht alles haben, immerhin ist sonst alles gut.
Geniess die Eiscreme,
ganz herzliche Grüsse
Tiffany
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Moni
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BeitragVerfasst am: 26.06.2008, 18:03    Titel: drei Wochen nach der OP Antworten mit Zitat

Arme Tiffy, ich hoffe, Deine Entzündung ist wieder besser geworden... Ich freue mich jeden Tag darüber, wie gut es mir geht und wie viel ich schon wieder unternehmen kann. Heute beispielsweise war ich für zwei Stunden in der Stadt ein bisschen was einkaufen. OK, danach gab´s wieder eine Runde Eispacks auf die Füße ~das tat sooo gut.

Meine positive Einstellung trägt sicherlich eine Menge zum Heilungsprozeß bei. Ich bin ja immer noch so froh, daß ich beide Füße gleichzeitig habe operieren lassen.

So langsam habe ich mich auch damit angefreundet, nicht arbeiten zu gehen und die Zeit genießen zu können. Da ich keinen langweiligen Bürojob habe, kann ich erst wieder arbeiten gehen, wenn ich auch sportlich wieder fit bin. Und das kann leider noch ein wenig dauern. Aber bei dem Wetter ist das sehr gut auszuhalten ;~)

Sonnige Grüße aus Köln ;o)
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